Trumps Board of Peace, BoP, während des WEF in Davos gegründet

US-Präsident Donald Trump hat am 22. Januar 2026 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos den sogenannten Friedensrat (englisch: Board of Peace, BoP) offiziell ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine neue internationale Organisation, die ursprünglich zur Überwachung des Wiederaufbaus und der Demilitarisierung des Gazastreifens konzipiert wurde, nun aber ein weltweit gefasstes Mandat beansprucht.
Kernpunkte des Friedensrats
- Zweck: Die Organisation soll laut Statut Stabilität und Frieden in Konfliktregionen fördern und den Wiederaufbau koordinieren. In Gaza fungiert sie als Übergangsverwaltung, bis eine reformierte Palästinensische Autonomiebehörde die Kontrolle übernehmen kann.
- Struktur und Führung: Vorsitz: Donald Trump ist der dauerhafte Vorsitzende (bemerkenswert: Donald Trump als „Person“ und nicht Donald Trump, der Staatsmann) des Rats. Er kann laut Charta nur durch freiwilligen Rücktritt oder bei Unfähigkeit (bestätigt durch ein einstimmiges Votum des Exekutivstabs) ersetzt werden.
- Machtbefugnisse: Der Vorsitzende hält weitreichende Befugnisse. Er entscheidet über die Einladung oder den Ausschluss von Mitgliedern, hat ein Vetorecht bei allen Resolutionen und gibt den Ausschlag bei Stimmengleichheit.
- Exekutivstab: Dem Führungsgremium gehören enge Vertraute Trumps an, darunter Außenminister Marco Rubio, Jared Kushner und Steve Witkoff sowie externe Akteure wie Tony Blair und Weltbank-Präsident Ajay Banga.
- Mitgliedschaft und Kosten: Eine dauerhafte Mitgliedschaft ist an hohe finanzielle Beiträge geknüpft; Berichten zufolge wird für einen permanenten Sitz eine Zahlung von über eine Milliarde US-Dollar erwartet.
- Mitgliedsdauer: Reguläre Mitgliedsstaaten werden auf Einladung für eine Amtszeit von drei Jahren berufen. Dauermitgliedschaft durch Zahlung: Staaten, die einen Beitrag von eine Milliarde US-Dollar leisten, erhalten eine permanente Mitgliedschaft. Das Weiße Haus bezeichnet dies nicht als „Beitrittsgebühr“, sondern als Zeichen für tiefes Engagement.
- Teilnehmer: Die wichtigsten Mitgliedsstaaten und Unterzeichner sind im Folgenden
- Naher Osten & Nordafrika: Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Katar, Bahrain, Ägypten, Jordanien, Marokko und Kuwait.
- Europa: Ungarn, Bulgarien (vorbehaltlich parlamentarischer Zustimmung), Albanien, Belarus und der Kosovo.
- Zentral- & Südasien: Pakistan, Türkei, Kasachstan, Usbekistan und die Mongolei.
- Südostasien: Indonesien und Vietnam.
- Südamerika: Argentinien und Paraguay.
- Kaukasus: Armenien und Aserbaidschan.
- Ziele und Verhältnis zur UN
- Konkurrenzmodell: Die Organisation ist explizit außerhalb des Systems der Vereinten Nationen (UN) angesiedelt. Experten beschreiben sie als Versuch, multilaterale Konsensentscheidungen durch ein zentralisiertes, transaktionsorientiertes Modell unter US-Führung zu ersetzen.
- Gaza-Plan: Ein Kernfokus bleibt der Wiederaufbau von Gaza („New Gaza“). Die Pläne sehen massive Immobilienprojekte, eine Entmilitarisierung des Gebiets und eine Verwaltung durch eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) vor.
- Sitz
- Ein dauerhafter Sitz außerhalb von Davos wurde bislang nicht offiziell verkündet;
Kritik und Einordnung
Kritiker bezeichnen den Rat als Trumps persönliche Alternative zu den Vereinten Nationen (UN). Während der UN-Sicherheitsrat das Gremium im November 2025 zunächst für die Gaza-Mission befristet legitimierte (Resolution 2803), wird die nun erfolgte Ausweitung auf globale Konflikte ohne breiten multilateralen Konsens von vielen Diplomaten als Versuch gewertet, bestehende internationale Institutionen zu umgehen. Trump selbst betonte in Davos, das Gremium könne „so ziemlich alles tun“, was es wolle.
Kritiker beurteilen die Charta somit als „merkwürdiges Dokument“, das Macht einseitig beim US-Präsidenten bündelt und internationale Diplomatie nach dem Vorbild eines Privatunternehmens umgestaltet.
Deutschland und Frankreich stehen dem Projekt kritisch gegenüber und haben eine Teilnahme bislang abgelehnt, was auf eine fortschreitende Abspaltungstendenz des „europäischen Wertewestens“ vom Amerika eines Donald Trump schliessen lässt.
Anmerkung der Redaktion: In der QAnon-Bewegung ist der Slogan „Drain the Swamp“ (den Sumpf trockenlegen) ein zentrales Motiv, das Donald Trumps Wahlkampfversprechen mit den apokalyptischen Überzeugungen der Bewegung verknüpft. Hier sind die wichtigsten Aspekte dieser Verbindung:
Trump als „Erlöserfigur“: Die Bewegung sieht Donald Trump als eine Erlöserfigur, die im Geheimen daran arbeitet, eine global agierende Kabale zu zerschlagen. Das „Trockenlegen des Sumpfes“ wird als notwendiger Schritt vor dem sogenannten „Storm“ (dem Sturm) betrachtet – einem Tag der Massenverhaftungen vermeintlicher Verräter.
Der „Deep State“ als Ziel: Während Trump den Begriff ursprünglich nutzte, um allgemeine Korruption und Lobbyismus in Washington D.C. zu kritisieren, radikalisierte QAnon diese Bedeutung. Für Anhänger der Bewegung ist der „Sumpf“ eine böswillige Kabale eines in den westlichen Nationen vernetzt operierenden „Deep State“, die aus hochrangigen Politikern, Eliten und Pädophilen bestehe.
Interessant ist, dass Trump mit der Gründung des Friedensrates BoP die WEF Hauptinitiatoren und die UNO „durch die Blume hindurch“ als Teil der Kabale erscheinen lässt, weil er damit deren „Friedensbemühungen“ mittels deren „Friedensorganisationen“ als „unbrauchbar bzw. vorgeschoben“ abqualifiziert.
Ob das Absicht ist, können wir derzeit keinesfalls einordnen. Die derzeitigen Entwicklungen beobachten wir jedoch mit grosser Spannung.